Vom Einkaufspreis zur echten Kostenbasis
Lege zuerst alle direkt zurechenbaren Positionen offen: Einkauf oder Eintauschwert, Transport, Prüfung, Service, Reifen, Reparaturen, Reinigung, Dokumentation und Inseratkosten. Trenne bestätigte Rechnungen von Schätzungen.
Bei einem Eintausch sollte der interne Wert genauso dokumentiert werden wie bei einem Ankauf. Sonst erscheint die spätere Marge zu hoch, weil ein Teil der Kosten im Eintauschpreis versteckt ist.
Garantie und Risiko nicht vergessen
Je nach Angebot übernimmt die Garage unterschiedliche Risiken nach dem Verkauf. Kalkuliere erwartete Garantie- oder Kulanzfälle nach Fahrzeuggruppe und halte die Annahme über die Zeit vergleichbar. Ein Einzelfall ist kein verlässlicher Prozentsatz für den gesamten Bestand.
Wenn Unsicherheit gross ist, ist eine konservative Verkaufspreisspanne besser als eine exakte Zahl mit falscher Sicherheit.
Standzeit in Geld übersetzen
Kapital, Platz, Versicherung, Pflege und Preisänderungen laufen weiter, solange ein Fahrzeug steht. Die Kosten pro Tag müssen nicht perfekt sein; schon eine interne Schätzung macht sichtbar, warum eine zu lange Standzeit die ursprüngliche Kalkulation verändert.
Verknüpfe die Kalkulation mit dem wöchentlichen Bestandscall. Wenn ein Fahrzeug seine Annahmen nicht mehr erfüllt, braucht es eine dokumentierte Entscheidung: Präsentation verbessern, Preis prüfen, Aufbereitung abschliessen oder Bestand abbauen.
Mit Szenarien statt einer einzigen Zahl arbeiten
Berechne mindestens drei Szenarien: Verkauf zum Zielpreis in kurzer Zeit, Verkauf mit Preisnachlass nach längerer Standzeit und ein vorsichtiges Szenario mit zusätzlicher Reparatur. So sieht die Garage, welche Annahme den grössten Einfluss hat.
- Zielpreis und realistischer Vergleichsbereich
- Kosten bis zur Verkaufsbereitschaft
- Reserve für Reparatur, Garantie und Preisänderung
- Standkosten je Szenario
- Erwarteter Nettoertrag und Entscheidungsdatum