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Auto-Inserat-Kosten in der Schweiz: So rechnen Garagen ihre Plattformkosten

Eine günstige Inseratgebühr kann teuer werden, wenn Fahrzeuge lange stehen oder Leads nicht sauber bearbeitet werden. Umgekehrt kann ein höherer Fixpreis sinnvoll sein, wenn er zu besserem Bestand, weniger Aufwand oder mehr qualifizierten Gesprächen führt. Entscheidend ist die Rechnung pro verkauftem Fahrzeug.

Die vier Kostenblöcke eines Inseratkanals

Beginne mit einer vollständigen Liste. Neben der sichtbaren Monats- oder Einzelgebühr gehören Arbeitszeit, Aufbereitung der Daten, Foto- und Uploadaufwand sowie der Preis langer Standzeiten dazu. Wer nur die Plattformrechnung vergleicht, lässt den grössten variablen Kostenblock oft weg.

  • Fixkosten: Abo, Grundgebühr oder Mindestvolumen
  • Variable Kosten: aktive Fahrzeuge, Hervorhebungen oder Zusatzleistungen
  • Arbeitszeit: Import, Nachpflege, Anfragen, Termine und Datenkorrekturen
  • Bestandskosten: Kapitalbindung, Preisänderungen, Aufbereitung und Standtage

Eine einfache Rechnung pro verkauftem Fahrzeug

Teile die monatlichen Kanal- und Arbeitskosten nicht durch die Zahl aktiver Inserate, sondern durch die Zahl der Fahrzeuge, die im betrachteten Zeitraum tatsächlich verkauft wurden. Ergänze danach den Aufwand für Fahrzeuge, die entfernt, eingetauscht oder erneut aufbereitet werden mussten.

Beispielhafte Struktur: (Fixkosten + variable Gebühren + dokumentierte Arbeitszeit + direkt zurechenbare Bestandskosten) ÷ verkaufte Fahrzeuge. Die Werte müssen nicht perfekt sein; eine konsistente Schätzung ist nützlicher als ein Vergleich nur nach Listenpreis.

Leads nach Qualität statt nur nach Anzahl bewerten

Ein Kontakt ist nicht automatisch ein guter Lead. Erfasse, ob aus einer Anfrage eine qualifizierte Unterhaltung, Besichtigung, Probefahrt und schliesslich ein Verkauf wurde. So erkennst du, welcher Kanal tatsächlich zum Bestand und zur Arbeitsweise deiner Garage passt.

Dokumentiere auch die Gründe für verlorene Gespräche: Preis, Entfernung, fehlende Information, Finanzierung, Fahrzeugzustand oder keine Erreichbarkeit. Das zeigt, ob ein Inseratproblem oder ein Prozessproblem vorliegt.

Was gegen steigende Inseratkosten hilft

Reduziere nicht blind die Sichtbarkeit. Besser ist ein kontrollierter Test über einen festen Zeitraum: Bestand sauber importieren, Fotos und Pflichtangaben vereinheitlichen, aktive Fahrzeuge priorisieren und Ergebnisse je Fahrzeuggruppe dokumentieren.

Wenn ein Kanal nicht mehr wirtschaftlich ist, helfen klare Kriterien für die Entscheidung. Welche Kosten pro verkauftem Fahrzeug akzeptiert die Garage? Welche Mindestqualität muss ein Lead haben? Und wie viel Zeit darf der Kanal pro Woche binden?

Preisangaben gegenüber Konsumenten sauber halten

Bei Angeboten an Konsumentinnen und Konsumenten gelten in der Schweiz Regeln für klare und vergleichbare Preisangaben. Der tatsächlich zu bezahlende Preis muss grundsätzlich in Schweizerfranken angegeben werden und nicht frei wählbare Zuschläge müssen im Detailpreis enthalten sein. Für konkrete Angebote sollte die Garage die aktuelle SECO-Wegleitung prüfen.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Was kostet ein Auto-Inserat wirklich?
Das hängt vom Kanal und vom Prozess ab. Rechne Monats- und Zusatzgebühren, Arbeitszeit, Datenpflege, Fotoaufwand und Bestandskosten zusammen und teile durch die tatsächlich verkauften Fahrzeuge.
Sind viele Anfragen ein Zeichen für gute Inserate?
Nicht zwingend. Aussagekräftiger sind qualifizierte Gespräche, Besichtigungen und Verkäufe im Verhältnis zum Aufwand. Sehr viele unpassende Anfragen können sogar zusätzliche Arbeit verursachen.

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